Cialis oder Tadalafil ist ein Phosphodiesterase-5 Hemmer (PDE5), der gegenwärtig in Tablettenform gehandelt wird für die Behandlung der erektilen Dysfunktion. Seit kurzem hat Cialis eine weitere medizinische Indikation von der FDA erhalten, den pulmonalen arteriellen Hochdruck. Cialis wurde zunächst von dem Biotechnologielabor ICOS entwickelt. Danach wurde die Substanz von Lilly ICOS, einem Zusammenschluss von ICOS und Eli Lilly, weltweit vermarktet. Die Tabletten sind erhältlich in den Stärken von 5, 10 und 20 mg. Für die pulmonale Hypertonie kommt eine 40 mg Tablette zum Einsatz mit dem Handelsnamen „Adcirca“.
Im Jahr 2003 wurde Cialis von der amerikanischen Food and Drug Administration (FDA) für die Behandlung von erektiler Dysfunktion für den Verkauf zugelassen. Cialis war damit der dritte Wirkstoff, der eine Zulassung für diese Indikation nach Viagra (Sildenafil) und Levitra (Vardenafil) erhielt. Da Cialis über 36 Stunden wirksam ist, erhielt die Tablette den Spitznamen „Wochenendpille“. Von allen drei Wirksubstanzen ist Cialis die einzige, bei der nur eine Einmaldosierung notwendig ist.
Entdeckung und Entwicklung
Die Zulassung von Viagra im Jahr 1998 war ein kommerzieller Durchbruch in der Behandlung der erektilen Dysfunktion. Die Verkaufzahlen gingen in die Milliarden Dollar. Danach wurden Levitra im August 2003 und Cialis im November 2003 zugelassen.
Cialis wurde von einem Partnerschaftsunternehmen zwischen Glaxo Wellcome (jetzt GlaxoSmithKline) und ICOS entdeckt und entwickelt. Diese Partnerschaft entstand im August 1991 und hatte sich zum Ziel gesetzt, neue Substanzen zu entwickeln. Im Jahr 1993 begann die Biotechnologie Firma ICOS einen Stoff näher zu untersuchen, den sie IC351 nannte, einen Posphodiesterase-5 Enzym Hemmer. Im darauf folgenden Jahr entdeckten Forscher bei Pfizer, dass Sildenafil, das ebenfalls ein PDE5 Hemmer ist, bei Männern eine Erektion des Penis bewirkte. Diese Männer nahmen als Probanden an einer kardiologischen Studie teil. ICOS hatte zunächst die erektilen Dysfunktionen nicht auf ihrem Untersuchungsprogramm für IC351. Aber sie erkannten recht bald das enorme Potential für eine Behandlung dieser Erkrankung. In 1994 erhielt ICOS ein Patent für die Substanz, nicht zuletzt, weil die chemische Struktur von IC351 keinerlei Ähnlichkeiten mit der von Sildenafil und/oder Vardenafil aufwies. Ein Jahr später begannen die klinischen Studien Phase 1. Im Jahr 1997 begannen die Phase 2 Studien für Männer mit erektiler Dysfunktion, gefolgt von den Phase 3 Studien, die die Basis für eine FDA Zulassung schafften. Obwohl Glaxo mit ICOS vereinbart hatte, den Profit 50:50 zu teilen, nahm Glaxo von einer weiteren Verfolgung der Entwicklung und Partnerschaft mit ICOS Abstand. Als Begründung wurde genannt, dass das Präparat nicht in die Philosophie und die Indikationslandschaft von Glaxo passte.
So kam es, dass 1998 ICOS Corporation und Eli Lilly ein Joint Venture gründeten, die Lilly ICOS, LLC. Ziel dieses Joint Venture war, Tadalafil weiter zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Nach weiteren zwei Jahren wurde ein Zulassungsantrag für die Substanz IC351 bei der FDA eingereicht, mit dem generischen Namen „Tadalafil“ und dem Handelsnamen „Cialis“. Im Mai 2002 veröffentlichten Lilly ICOS in der Fachzeitschrift der „American Urological Association“, dass die klinischen Studien gezeigt hatten, dass Cialis bis zu 36 Stunden wirksam war. Ein Jahr später wurde die Substanz von der FDA zugelassen.
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Die Entwicklung von Cialis im Jahr 2002 läutete zweifelsohne eine neue Ära bei der Behandlung von erektiler Dysfunktion ein. Der Wirkstoff Tadalafil in Cialis kann eine lang andauernde und starke Erektion herbeiführen.
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